The good, the bad and the ugly. Das neuste Schiff von TUI Cruises erobert die Weltmeere und spaltet die treue Mein Schiff Fan Gemeinde. Die einen sagen "nie wieder" und andere lieben das neuste Flaggschiff von TUI Cruises. Meine ganz persönlichen Erfahrungen und Meinungen zu den unterschiedlichen Bereichen und Angeboten der Mein Schiff Relax habe ich hier in diesem Blog und dem unten verlinkten Video zusammengefasst.
Zehn unvergessliche Tage an Bord der Mein Schiff Relax – Ein Reisebericht
Einleitung
Nach der feierlichen Taufe der Mein Schiff Relax hatte ich die Gelegenheit, das neue Flaggschiff von TUI Cruises auf einer zehntägigen Kreuzfahrt zu erleben. Als passionierter Kreuzfahrtliebhaber und voll zahlender Passagier möchte ich in diesem Bericht meine persönlichen Eindrücke, Erlebnisse und Beobachtungen teilen. Diese Reise führte mich nicht nur zu faszinierenden Destinationen, sondern bot auch die Möglichkeit, das Schiff in all seinen Facetten kennenzulernen.
Einschiffung und erster Eindruck
Bereits beim Anblick des imposanten Schiffes im Hafen war klar: TUI Cruises hat mit der Mein Schiff Relax ein neues Kapitel aufgeschlagen. Das Schiff wirkt größer und moderner als seine Vorgänger. Besonders auffällig ist das markante Dach über dem Pooldeck sowie das Fehlen des ikonischen „Diamanten“ am Heck. Die Einschiffung verlief reibungslos, und die Rolltreppe, die direkt ins Atrium auf Deck 3 führt, ist ein praktisches und willkommenes Novum.
Nach dem Betreten des Schiffs fiel mir sofort die helle, freundliche Gestaltung des Atriums auf. Große Panoramafenster lassen viel Tageslicht herein und schaffen eine einladende Atmosphäre. Die Barista Bar und die gemütlichen Lese-Lounges luden gleich zum Verweilen ein. In den ersten Stunden an Bord erkundeten wir die weitläufigen Decks, bewunderten die stilvolle Einrichtung und ließen uns von der entspannten Urlaubsatmosphäre anstecken.
Die Kabine – Unser Zuhause auf See
Unsere Standard-Balkonkabine 9031 auf Deck 9 wurde schnell zu einem gemütlichen Rückzugsort. Das moderne, minimalistische Design gefiel mir auf Anhieb. Der Stauraum war überraschend großzügig: Neben einem geräumigen Kleiderschrank gab es Schubladen und Hängeschränke über dem Bett, die zusätzlichen Platz boten. Die hochwertigen Materialien und die warmen Farben sorgten für ein behagliches Wohngefühl.
Besonders positiv: Die Klimaanlage ließ sich komplett abschalten, und das übliche Dauer-Notlicht im Bad fehlte – ein Segen für alle, die es zum Schlafen dunkel mögen. Der Balkon mit zwei Liegestühlen, einem Fußhocker und einem kleinen Tisch war perfekt für entspannte Stunden mit Meerblick. Hier verbrachten wir viele Abende, um den Sonnenuntergang zu genießen und dem sanften Rauschen der Wellen zu lauschen.
Ein kleiner Wermutstropfen war die Kabinentür, die unten einen Spalt hatte. Dies führte dazu, dass Geräusche vom Flur leichter in die Kabine drangen. Ein Detail, das jedoch den Gesamteindruck nicht trübte. Die bequemen Betten und die hochwertige Bettwäsche trugen zu einem erholsamen Schlaf bei.
Kulinarische Entdeckungsreise – Frühstück und mehr
Der Tag begann im Atlantik-Restaurant, das mit großen Panoramafenstern beeindruckte. Das Frühstücksangebot war vielfältig und reichhaltig. Besonders der Blick auf das Meer beim Kaffee am Morgen sorgte für einen perfekten Start in den Tag. Frische Säfte, knuspriges Gebäck und eine Auswahl an internationalen Spezialitäten rundeten das Angebot ab.
Später erkundeten wir das „Sur Mer“, ein französisches Bistro, das ein kleines, aber feines Frühstücksangebot bereithielt. Ideal für alle, die morgens nur eine Kleinigkeit möchten. Das inkludierte französische Frühstück mit belegten Croissants und frischem Obst war ein Genuss.
Das Abendessen im „Chalet“, einem alpenländischen Restaurant, war ein kulinarisches Highlight. Der Kaiserschmarrn war der beste, den ich seit Langem gegessen habe. Die gemütliche Bar mit Kamin lud zu entspannten Abenden ein, während wir regionale Spezialitäten und edle Tropfen aus der Weinkarte genossen.
Im „Fugu“ von Tim Raue erwartete uns ein außergewöhnliches, japanisch inspiriertes Menü. Die kreative Präsentation und die perfekt abgestimmte Weinbegleitung machten den Abend zu einem besonderen Erlebnis. Das Zusammenspiel von Aromen und Texturen war ein Fest für die Sinne.
Das griechische Restaurant „Taverna Dionysos“ und die „Osteria“ boten solide Küche, jedoch ohne das „Wow“-Erlebnis anderer Restaurants an Bord. Dennoch waren die frischen Zutaten und die authentischen Rezepte ein Genuss für Liebhaber der mediterranen Küche.
Erkundung der Außenbereiche
Der zentrale Ort des Sonnendecks ist der 25-Meter-Pool. Eine positive Neuerung ist die breite Treppe, die den Einstieg ins Wasser erleichtert. Allerdings ist der Pool mit einer Tiefe von 1,30 m flacher als auf früheren Schiffen. Wir verbrachten viele Stunden am Pool, genossen die Sonne und erfrischten uns im kühlen Nass.
Das Agora-Deck, eine großzügige Freifläche für Veranstaltungen, bot tagsüber zahlreiche Liegeflächen und wurde abends zur Bühne für Themenpartys. Der Infinity-Pool mit Blick auf das Agora Deck war ein weiteres Highlight. Besonders bei Sonnenuntergang bot sich hier ein spektakuläres Panorama.
Trotz des offenen Designs empfand ich das Pooldeck aber oft als windig. Zudem fehlten schattige Plätze, was an sonnigen Tagen unangenehm werden konnte. Die großen Sonnensegel boten nur begrenzten UV-Schutz, da sie aus Folie und nicht aus Glas bestehen. Dennoch fanden wir immer wieder gemütliche Ecken, um zu entspannen.
Entspannung und Wellness
Der Spa-Bereich auf Deck 15 war gut ausgestattet, jedoch für die Passagierzahl etwas klein. An einem sonnigen Nachmittag war der Andrang in der Sauna groß, was das entspannte Ambiente beeinträchtigte. Die Ruheliegen waren oft reserviert, ein bekanntes Problem auf Kreuzfahrtschiffen.
Positiv hervorzuheben ist, dass der Sauna-Bereich trotz des Andrangs modern und ansprechend gestaltet ist. Eine größere Fläche hätte jedoch sicher zu einem entspannteren Erlebnis beigetragen. Die vielfältigen Massage- und Wellnessangebote sorgten dennoch für erholsame Momente.
Unterhaltung und Nightlife
Das Abendprogramm auf der Mein Schiff Relax war abwechslungsreich. Die „Blaue Flora“, eine kleinere Theaterbühne, bot intime Shows mit großartiger Akustik. Im „La Cage“, der stilvollen Burlesque-Bar, erlebten wir unterhaltsame, elegante Shows – nie anstößig, stets charmant.
Die „Captain's Bar“ wurde schnell zu meinem Lieblingsort für einen abendlichen Cocktail. Das moderne Design, kombiniert mit spektakulären Ausblicken über den Bug des Schiffes, schuf eine einzigartige Atmosphäre. Die exklusiven Cocktails, kreiert von einer Cocktail-Weltmeisterin, waren ein Genuss.
Ein Tag auf See – Genuss pur
Ein Seetag bot die perfekte Gelegenheit, das Schiff in Ruhe zu erkunden. Ein Spaziergang auf dem umlaufenden Deck, das erstmals auch auf den oberen Ebenen komplett zugänglich ist, war ein besonderes Erlebnis. Der Blick über den Bug und das Heck des Schiffes war atemberaubend.
Für den kleinen Hunger zwischendurch besuchten wir das „Pane e Sole“, das mit frischen Sandwiches und Salaten überzeugte. Das getoastete Avocado-Brot war ein echter Geheimtipp. Wir genossen die entspannte Atmosphäre und das Rauschen des Meeres im Hintergrund.
Sport und Aktivitäten
Auch wenn Sport nicht zu meinen Prioritäten zählt, besichtigte ich den Fitnessbereich und die Sportarena. Die modernen Geräte und die großzügigen Flächen beeindruckten. Besonders die Joggingstrecke, die rund um das Schiff führt, ist ein Highlight für sportlich Aktive. Für Yoga- und Pilates-Fans gab es zahlreiche Kurse mit professionellen Trainern.
Fazit
Die Zeit an Bord der Mein Schiff Relax verging wie im Flug. Das Schiff überzeugte mit modernem Design, einer großen Auswahl an Restaurants und Bars sowie durchdachten Details. Kleine Schwächen, wie die begrenzten Schattenplätze und die Akustik im Atlantik-Restaurant, traten angesichts der insgesamt positiven Erfahrungen in den Hintergrund.
Die Mein Schiff Relax ist keine Revolution, aber eine gelungene Weiterentwicklung der Flotte. Sie bietet Komfort, Vielfalt und ein hohes Maß an Entspannung – genau das, was ich mir von einer Kreuzfahrt erhoffe.
Ich freue mich bereits auf meine nächste Reise mit der Mein Schiff Relax, um weitere Facetten dieses faszinierenden Schiffes zu entdecken.
Und hier gibt's den Podcast zum Anhören über das Fazit zur Mein Schiff Relax*
*Transparenz-Hinweis
Der Podcast zum Video wurde von einer KI erzeugt. Die Aussprache und Sprechpausen sind an manchen Stellen etwas unnatürlich. Der Harbour Market wurde durch die KI unbeabsichtigt ins Deutsche übersetzt und Hafenmarkt genannt. Das "Sur Mer" Restaurant wird fälschlicherweise als aufpreispflichtig bezeichnet. Ansonsten ist der Podcast aber ganz gut gelungen, wie ich finde. Hört einfach mal rein!
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