Moin und herzlich willkommen an Bord! Wenn ihr euch jemals gefragt habt, wie es sich anfühlt, eine Woche lang auf einem schwimmenden Luxushotel durch das Mittelmeer zu schippern, dann seid ihr hier genau richtig. Ich nehme euch mit auf eine Reise voller Highlights und ganz viel Meerblick.
Der Startschuss: Von Düsseldorf direkt ins Abenteuer
Unsere Reise begann nicht etwa an der Gangway, sondern mit einem entspannten zweieinhalbstündigen Flug von Düsseldorf direkt in die pulsierende Metropole Barcelona. Nach der Landung ging alles Schlag auf Schlag: Der Bustransfer katapultierte uns direkt zum größten Kreuzfahrt-Terminal Europas, wo sie bereits auf uns wartete – die AIDAcosma, unser „Zuhause auf Zeit“ für die nächsten sieben Tage. Mit einer Truppe von acht Personen, darunter einige völlig unbedarfte Kreuzfahrtneulinge, war die Vorfreude riesig. Das Auslaufen am frühen Abend ist und bleibt ein magischer Moment: Die typische Auslaufmusik in den Ohren, ein perfekt gemixter Cocktail in der Hand und dazu ein Wetter, das man sich nicht besser hätte erträumen können. Während wir den Hafen verließen, glitten wir an der imposanten MSC World Europa vorbei – ein echtes technisches Geschwisterchen unserer Cosma, da beide Schiffe mit umweltfreundlichem Flüssiggas (LNG) angetrieben werden. Den ersten Abend krönten wir mit einer Show im Theatrium, wo AIDA jeden Abend Unterhaltung auf absolutem Spitzenniveau liefert.
Mallorca: Zwischen heiligen Hallen und Party-Vibes
Der erste Landgang führte uns nach Palma de Mallorca. Wer von uns schon früh auf den Beinen war, konnte bereits vom Pooldeck aus einen traumhaften Blick auf die in der Ferne schimmernde Kathedrale von Palma erhaschen. Dank des Shuttlebusses der Reederei landeten wir direkt am Fuße dieses architektonischen Meisterwerks. Ein kleiner Geheimtipp am Rande: Reserviert euch eure Tickets für die Kathedrale unbedingt vorab online. Die Schlange am Schalter kann je nach Besucherandrang endlos sein, aber mit unseren Vorab-Tickets konnten wir entspannt an allen Wartenden vorbeimarschieren. Besonders beeindruckend ist das riesige Rundfenster aus dem Jahr 1599, das mit einer Fläche von fast 100 ein faszinierendes Farbspiel in das Innere der Kirche zaubert. Den Rest des Tages ließen wir uns ohne festen Plan durch die verwinkelten Gassen der Altstadt treiben – vorbei an gemütlichen Cafés und schicken Boutiquen. Das nächtliche Auslaufen gegen 22 Uhr bot dann eine ganz neue Perspektive: Die beleuchtete Kathedrale im Dunkeln zu sehen, hat eine ganz eigene, fast schon andächtige Atmosphäre. Zum Abschluss des Tages feierten wir im Beachclub eine zünftige Mallorca-Party, die den Geist der Insel direkt an Bord holte.
Leben an Bord: Seetage und kulinarische Feuerwerke
Tag drei war unser einziger Seetag und damit die perfekte Gelegenheit für unsere Neulinge, das Schiff einmal so richtig zu erkunden. Zufällig stolperten wir in der Art-Bar in die „AIDA Clubbie Parade“, was natürlich das Highlight für die kleinsten Mitreisenden war. Aber auch wir Großen kamen auf unsere Kosten:
Shopping: Dank toller Rabattangebote in den Bordgeschäften wurde das eine oder andere Schnäppchen geschlagen und wir konnten einige großartige Deals ergattern.
Bingo: Ein absolutes Pflichtprogramm bei AIDA, das jeder einmal erlebt haben sollte! Auch wenn der Jackpot diesmal nicht geknackt wurde und wir mit leeren Händen ausgingen, war der Nervenkitzel den Einsatz allemal wert und sorgte für viel Freude.
Kulinarik: Für ein Geburtstagsdinner besuchten wir den Teppanyaki Grill. Das ist nicht nur Essen, das ist Entertainment pur, wenn die Köche vor den eigenen Augen die Messer wirbeln lassen und köstliche Gerichte zubereiten.
Show-Highlight: Die Show „Nashville“ im Theatrium bot uns ein exklusives Live-Konzert-Erlebnis mit Country- und Rock-Hits, die uns zum Mitsingen animierten. Das Besondere hier: Die Rundbühne in der Mitte dreht sich, und wir saßen tatsächlich direkt auf der Bühne vor der riesigen Leinwand, was das Erlebnis noch intensiver machte.
Sardinien & Rom: Geschichte zum Anfassen (und Laufen)
In Cagliari, der Hauptstadt Sardiniens, ließen wir uns zu Fuß durch die historische Altstadt „Castello“ treiben. Vorbei an der Universität erhaschten wir einen Blick auf das römische Amphitheater aus dem zweiten Jahrhundert, bevor wir von der Bastione San Remi einen gigantischen Ausblick über die Stadt und unser Schiff genossen. Ein echtes Highlight war der Dom von Cagliari, dessen Krypta mit 600 verschiedenen Rosetten verziert ist – jede einzelne ein Unikat. Den Abend ließen wir im „Beach House“ ausklingen, einem unserer Lieblingsrestaurants, das sommerliche Crossover-Küche bietet, die sogar im Reisepreis enthalten ist.
Dann kam der Tag der Tage: Rom. Von Civitavecchia aus ging es mit dem Zug in etwa 45 Minuten in die ewige Stadt. Am Petersplatz angekommen, mussten wir jedoch der Realität ins Auge blicken: Die Schlange vor dem Petersdom war so gewaltig, dass wir drei Stunden hätten anstehen müssen – Zeit, die wir lieber für die Stadt selbst nutzen wollten. Also machten wir einen ausgiebigen Fußmarsch:
Engelsburg: Einst ein beeindruckendes Mausoleum, heute ein faszinierendes und beeindruckendes Museum direkt am malerischen Tiber.
Piazza Navona: Ein barockes Juwel, das früher einmal ein monumentales Stadion für 30.000 begeisterte Zuschauer war.
Pantheon: Berühmt für seine beeindruckende freischwebende Betonkuppel, die jahrhundertelang als die größte der Welt galt.
Trevi-Brunnen & Spanische Treppe: Die absoluten Touristenmagnete, die man einfach einmal gesehen haben muss. Trotz der Hektik und des Trubels bekamen wir einen tollen und unvergesslichen Überblick über die wunderschöne Stadt, bevor uns der Zug wieder zurück zum Hafen brachte.
Korsika & Marseille: Das Beste zum Schluss
Auf Korsika besuchten wir Ajaccio, die Geburtsstadt von Napoleon Bonaparte. Sein Erbe begegnet einem dort wirklich an jeder Ecke, von seinem Geburtshaus bis zur Taufkirche. Besonders imposant ist die Feldherrenstatue am Place d'Austerlitz, die Napoleon in all seinem Glanz zeigt – wobei man seine Niederlage bei Waterloo auf der Liste seiner Schlachten wohlweislich „vergessen“ hat. Die Altstadt mit ihren pastellfarbenen Häusern versprüht ein wunderbares mediterranes Flair.
Den Abschluss bildete Marseille. Direkt hinter dem Hafen liegt das Viertel „Le Panier“, der älteste Teil der Stadt, in dem bereits 600 vor Christus die Griechen siedelten. Um unsere müden Füße zu schonen, nahmen wir hier die kleine touristische Bimmelbahn hoch zur Kirche Notre-Dame de la Garde. „La Bonne Mère“, wie sie von den Einheimischen genannt wird, thront hoch über der Stadt und bietet einen Panoramablick, der einem erst die wahre Größe dieser Metropole vor Augen führt.
Mit dem Auslaufen aus Marseille endete unsere einwöchige Reise. Es war eine Woche voller Entdeckungen, kulinarischer Genüsse und großartiger Momente mit Freunden und Familie. Wenn ihr jetzt auch Lust auf eine Kreuzfahrt bekommen habt, schaut doch mal auf meiner Webseite vorbei – dort gibt es noch viel mehr Infos rund um das Thema Urlaub auf dem Meer.
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